Yoga & Tango

Manchmal ruft die Seele: "Tanzen!" Und es gibt sie, diese besonderen Menschen, welche die schlummernden Zentrifugalkräfte in neue Gefilde hieven helfen-tänzerische GeburtshelferInnen? Go find it out.

It takes Sabina to Tango!

www.sabinaseiler.ch

Und natürlich gibt es nebst einer/einem für dich geeigneten Tanzlehrer/in noch andere Faktoren, die dein Tanzen inspirieren und vertiefen helfen - zum Beispiel Yoga. Sowohl auf körperlicher Ebene wie auch bezüglich Atem und mentaler Ausrichtung kannst du mit einer passenden Yogapraxis deine Tanzkompetenz stärken. Yoga bietet auch hier eine Vielfalt von Möglichkeiten. Drei asana (Körperübungen) erachte ich in diesem Zusammenhang als besonders wertvoll: Den Baum (vrikhshasana), die Standwaage (utthita satyeshikasana) und die Rumpfspirale im Liegen. Bitte daran denken, dass die Übungen individuell angepasst und in einen Übungsablauf integriert werden sollten. It takes Yoga to Tango...

 

Standwaage (utthita satyeshikasana):

Um die Grundstellung aufzubauen, streckst du die Arme nach oben aus. Beuge nun den Oberkörper nach vorne und hebe gleichzeitig das gestreckte rechte Bein nach hinten an. Der Oberkörper und das angehobene Bein bleiben dabei in einer Linie (Waage) und die Hüfte ist nahezu parallel zum Boden ausgerichtet. Die Ferse schiebt weit nach hinten weg, das Bein ist so weit wie möglich angehoben. Halte die Position einige Atemzüge, bis du deine Muskulatur der Körperrückseite gut spürst und wechsle dann zur anderen Seite.

Baum (vrikshasana):

Um die Grundstellung aufzubauen, begibst du dich in einen stabilen Stand, verlagerst das Gewicht auf einen Fuß, bis du den anderen vom Boden lösen kannst. Den Blick richtest du auf einen festen Punkt. Wandere nun mit deinem Fuß an der Innenseite des Standbeins nach oben.

Dabei reicht es aus, die Ferse an den Knöchel anzulehnen, wobei die Zehen noch den Boden berühren. Du kannst die Ferse aber auch weiter oben platzieren an der Wade, über dem Knie oder in das gegenüberliegende Hüftgelenk. Hände überm Kopf oder vor dem Brustbein in Namaste (Grusshaltung). Verweile einen Moment in der Balance, achte auf einen gleichmässigen Atemfluss.

 

 

Rumpfspirale im Liegen:

Rückenlage, Beine lang gestreckt und zusammen, die Arme waagrecht abgelegt. Rechtes Bein anwinkeln, so dass die Fussspitze das linke Knie berührt. Mit der linken Hand an die Aussenseite des rechten Knies greifen. Den Kopf anheben und entgegengesetztz nach links drehen. Nun behutsam das rechte Knie Richtung Boden ziehen, darauf achten, dass der rechte Arm in Berührung mit dem Boden bleibt. Den Schultergürtel möglichst flach am Boden ruhen lassen, die Dehnung soll hauptsächlich in der Körpermitte erfolgen. Das gestreckte Bein rollt dabei zur Seite, dennoch bleibt es, wo es ist und ist locker ausgestreckt. Atme tief und ruhig und verweile ein paar Atemzüge in der Position, im Bewusstsein der fortwährenden spiralfrömigen Drehung. Diese Übung sollte ein Hochgenuss sein!